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Alltagssituationen und deren Folgen – Eindrucksvoll in Szene gesetzt

Bei der Hauptübung am vergangenen Samstag konnte das große Publikum der Freiwilligen Feuerwehr Notzingen viel Nützliches und hilfreiche Tipps für alltägliche Situationen im privaten Bereich erleben. Der eindrucksvolle Höhepunkt war ein "echter" Brand im Wohnzimmer und dessen Folgen. Einmal mit und einmal ohne Rauchwarnmelder.

 Die Kindergruppe "Little Red Hot Chillies" der Notzinger Jugendfeuerwehr präsentierte den Zuschauern den korrekten Notruf über die europaweit gültige Notrufnummer "112". Die wichtigsten Punkte wurden mit Plakaten verdeutlicht. Die Kinder zeigten so, dass auch ein Sechsjähriger mit einem Notruf einen entscheidenden Beitrag zur schnellen Hilfe leisten kann. Und das, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.
Die Jugendlichen der Jugendfeuerwehr zeigten dem Publikum ganz praktisch wie jeder selbst bei sich zu Hause präventiv tätig sein kann, um Schäden durch ein Starkregenereignis vorzubeugen. Dazu gehört in kritischen Bereichen auch Sandsäcke selbst vorzuhalten und alle Abflüsse, seinen es Hofentwässerungen oder Dachrinnen sauber zu halten. Wenn dann doch noch Wasser in das Gebäude eintritt, kann jeder auch mit eigenen Mitteln aktiv werden. Das wurde von den Jugendlichen mit haushaltsüblichen Mitteln vorgeführt.
Die technischen Möglichkeiten der Feuerwehr zeigte eine zweite Gruppe Jugendlicher die mit dem Gerätewagen GW zur fiktiven Einsatzstelle kamen. Größeren Schadenwassermengen wurde mit Wassersaugern und Tauchpumpen zu Leibe gerückt.
Das Thema Rauchwarnmelder ist in aller Munde. Die neuen gesetzlichen Regelungen für Baden-Württemberg greifen schon seit Beginn des Jahres 2014 für Neubauten. Ab dem nächsten Jahreswechsel dann auch für bestehende Gebäude. Ein eigens errichtetes und möbliertes Wohnzimmer wurde vor den Augen der Zuschauer binnen weniger Minuten mit einem Rauchwarnmelder und einem Feuerlöscher ausgestattet. Ein "Mieter" aus den Reihen der Zuschauer war schnell gefunden. Nach einer Einweisung durch den "Vermieter" passierte auch schon das erste Missgeschick. Eine brennende Kerze wurde durch einen Windstoß umgestoßen und landete auf einem der Sessel. Der "Mieter" war gerade im Garten. Nach wenigen Minuten schlug der Rauchwarnmelder Alarm. Geistesgegenwärtig griff der "Mieter" zum Feuerlöscher und mit nur einem kurzen Löschstoß hatte er die noch sehr kleinen Flammen am Sesseln gelöscht. Am Zimmer wäre so, außer am Sessel, kein nennenswerter Schaden entstanden.
Danach wurden Rauchwarnmelder und Feuerlöscher entfernt. Das gleiche Unglück mit der Kerze nahm wieder seinen Lauf. Ohne Rauchwarnmelder, der schon bei geringen Mengen Rauch Alarm schlägt, wurde das Feuer durch den austretenden Rauch erst ersichtlich, als der Sessel schon großflächig in Brand stand. Für die Zuschauer war zu diesem Zeitpunkt der giftige schwarze Brandrauch unter der Zimmerdecke schon deutlich erkennbar. Ein Passant setzte dann den Notruf ab. Die Feuerwehr traf bei diesem vorbereiteten Szenario schon nach fünf Minuten vor Ort ein. In der Praxis sind Eintreffzeiten der ersten Einheiten von ca. zehn Minuten realistisch. Zu diesem Zeitpunkt stand das Zimmer bereits im Vollbrand. Ein Angriffstrupp des Mittleren Löschfahrzeuges MLF kam fertig ausgerüstet mit Atemschutzgeräten an der Einsatzstelle an. So kann dieser sofort ein Löschrohr vornehmen und zur Brandbekämpfung vorgehen.
Die Hitze des Feuers war für die Zuschauer deutlich spürbar. Die dabei entstehende Menge Bandrauch machte allen deutlich, dass nur mit der Schutzkleidung und der dazugehörigen Ausrüstung der Feuerwehr ein Aufenthalt in der unmittelbaren Nähe eines solchen Schadenfeuers ohne Schäden an Leben und Gesundheit eines Menschen möglich ist.
Der Löscherfolg war dann innerhalb weniger Sekunden sichtbar. Die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr war neben dem MLF noch mit dem Einsatzleitwagen ELW und dem Löschgruppenfahrzeug LF 8 vor Ort. Die Aufgaben der weiteren eingesetzten Trupps als Sicherheitstrupps, bei einer Riegelstellung und der so genannten Anleiterbereitschaft wurden den Zuschauern erläutert.
Für die Zuschauer, unter denen auch Bürgermeister Sven Haumacher und einige Gemeinderäte waren, war es deutlich, egal ob mit oder ohne Vorschriften. Rauchwarnmelder sind eine sinnvolle Investition! Sie gehören in jeden Haushalt, denn sie retten Leben. Vor allem bei Nacht, wenn der giftige Brandrauch von schlafenden Menschen nicht wahrgenommen werden kann.
Bei der anschließenden Hocketse im Feuerwehrhaus wurde der Nachmittag mit interessanten Gesprächen abgeschlossen.

 


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